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Eier aus dem Automaten

Eier aus dem Automaten Header-Bild
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Nachgefragt: Warum sich ein Eierautomat lohnt

Auf der einen Seite gibt's zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe und Hobby-Hühnerhalter, die Eier regional direkt vor Ort produzieren. Auf der anderen Seite Verbraucher*innen, denen regionale und gesunde Lebensmittel am Herzen liegen. Und doch greifen sie oft zu den Eierschachteln im Supermarkt. Einfach weil's bequemer ist oder das regionale Angebot schlichtweg fehlt. Ein Umstand, der sich mit Eierautomaten problemlos beheben lässt.
Verkaufsautomaten sind für beide Seiten ein echter Gewinn. Die Hühner-Halter*innen haben kaum Aufwand, müssen nicht täglich im Hofladen stehen und nicht gleich groß investieren. Und die Menschen im Ort können jederzeit anhalten und frische Eier aus der Region mitnehmen.
Sandra und Björn Kirchhoff vom Kempershof haben sich genau dafür entschieden: Sie betreiben aktuell zwei marktboxen, um die Eier ihrer beiden Mobilställe unter die Leute zu bringen. Wie kam’s dazu und wie läuft’s? Sandra Kirchhoff gibt spannende Einblicke aus erster Hand.

Was spricht für Eierautomaten?

“Die wachsende Flut an Vorschriften und überbordende Bürokratie, komplizierte Vermarktungswege über den Einzelhandel, steigende Betriebskosten” (Sandra Kirchhoff) – an Herausforderungen mangelt es landwirtschaftlichen Betrieben nicht. Da ist es nur von Vorteil, wenn die Vermarktung nicht auch noch wertvolle Zeit und Kosten frisst.

  • Die Eier in den örtlichen Supermärkten verkaufen? Frisst beim Weg über den Zwischenhändler Gewinn.
  • Am Wochenende auf den Markt? Wo doch gerade am Samstag immer so viel auf dem Hof zu erledigen ist ...
  • Hofladen? Hier brauchts erstmal geeignete Räumlichkeiten samt Einrichtung. Und das Zeitproblem bleibt: Bei all den Arbeiten auf dem Hof auch noch jeden Tag im Hofladen stehen? Meist unmöglich.
  • Selbstbedienungsstand oder -laden? Hört sich zunächst toll an. Doch Sandra Kirchhoff weiß leider aus eigener Erfahrung, dass dort häufig mehr mitgeht, als am Ende des Tages Geld in der Kasse liegt. Sie berichtet uns, dass in ihrem Eier-Selbstbedienungshäuschen tatsächlich “die Hälfte geklaut wurde”.

Ein Verkaufsautomat bietet genau das, was viele andere Vertriebsmöglichkeiten nicht können.

  • Man muss nicht selbst anwesend sein, der Verkauf läuft automatisch
    Als Landwirt*in hat man oft hundert Baustellen gleichzeitig: Zäune flicken, Tiere füttern, Maschinen warten, Buchhaltung. Da bleibt einfach keine Zeit, Stunden am Verkaufsstand oder im Hofladen zu stehen und auf Kundschaft zu warten. Der Verkaufsautomat muss lediglich alle paar Tage gefüllt werden. Der Rest läuft von alleine.
  • 24/7 verkaufen statt eingeschränkte Öffnungszeiten
    Der Alltag der Menschen ist unterschiedlich. Und damit auch die gewohnte Zeit, einkaufen zu gehen. Der eine hält nach der Nachtschicht am Automaten. Ein anderer hat nachmittags am besten Zeit. Und dem Dritten fällt sonntags spontan ein, dass die Frühstückseier fehlen. Mit einem Automaten kein Problem – er ist rund um die Uhr geöffnet. Und bringt Ihnen damit rund um die Uhr Umsatz.
  • Die Anschaffungskosten sind im Rahmen und die Betriebskosten gering
    Je nach Verkaufsautomat sind die Kosten in der Regel relativ schnell amortisiert. Will man nicht gleich einen Eierautomaten kaufen, sondern vielleicht erstmal den Standort und Erfolg testen, kann man bei vielen Anbietern oder Herstellern auch Automaten mieten oder leasen. Die laufenden Betriebskosten variieren je nach Modell, sind aber vor allem bei Eierautomaten ohne Kühlung sehr gering.
  • Keine Chance für Diebstahl und Betrug
    Bei anderen Selbstbedienungskonzepten bleibt immer das Problem: Es ist zu einfach, Eier mitzunehmen, ohne zu bezahlen. Oder nur weniger Geld in die Vertrauenskasse zu werfen. Mit Verkaufsautomaten ist am Ende des Tages so viel Geld da, wie Eier verkauft wurden.
  • Abrechnung mit wenigen Klicks erledigt
    Die saubere Buchhaltung ist bei Systemen mit Vertrauenskasse fast ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist schwer zu dokumentieren, was genau fehlt. Und es wird noch schwerer, wenn der Betrag in der Kasse nicht zur Menge der fehlenden Eier passt. Bei digitalen Verkaufsautomaten werden Käufe und Einnahmen hingegen automatisch dokumentiert.
  • Volle Marge ohne Zwischenhändler
    Der Preis pro Ei, den Sie beim Verkauf im Supermarkt bekommen, ist um einiges geringer als der Preis, den das Ei eigentlich erzielen müsste. Die Direktvermarktung über Automaten ist der Schlüssel zu fairen Gewinnen: Sie bekommen am Ende das, was das Ei wirklich wert ist.
  • Leute sehen, wo's herkommt, und schätzen die Frische und Regionalität
    Viele, die die Supermarktpreise gewohnt sind, mag der Preis für Ihre Eier vielleicht zunächst hoch erscheinen. Kaufen sie aber am Automaten, sehen sie direkt, wo die Eier herkommen. Und sind viel eher bereit, einen angemessenen Preis zu bezahlen. Wer einmal frische Eier von den Hühnern “direkt um die Ecke” gegessen hat, wird keine anderen mehr wollen. Er wird zum Stammkunden, der immer wiederkommt.
  • Einfach eine saubere Sache
    Im Automaten sind die Eier sauber, trocken und hygienisch verräumt. Sie brauchen keinen extra Raum für den Verkauf, da der Eierautomat wetterfest ist. Er kann sowohl direkt beim Hühnerstall, auf Ihrem Hof, an der Landstraße oder auf dem Dorfplatz aufgestellt werden. Eben genau da, wo Kundschaft regelmäßig vorbeikommt.
  • Obst, Gemüse, Saft, Aufstrich? Größeres Sortiment, mehr Kundschaft, mehr Umsatz
    Viele Verkaufsautomaten für Eier sind so flexibel, dass auch sämtlich andere landwirtschaftliche Erzeugnisse gut darin Platz finden. Bieten Sie auch noch saisonales Gemüse & Obst an, zieht das noch mehr Kundschaft zum Automaten. Selbst wenn Kund*innen für Eier kommen, nehmen sie häufig gerne spontan noch Kartoffeln oder Erdbeeren mit. Familie Kirchhoff bietet zeitweise beispielsweise auch Kartoffeln in ihrem “Eierautomaten” an, die sehr gut angenommen werden.
  • Kaum Zeitaufwand
    Wie viel Zeit muss man für seinen Eierautomaten einplanen? Sandra Kirchhoff plaudert aus dem Nähkästchen: “Wir füllen ca. alle 2-3 Tage, je nach Saison. Da die Automaten auf unseren täglichen Wegen liegen, ist es kaum Aufwand. Eine Komplettfüllung dauert ca. 10 Minuten.”

Ein Verkaufsautomat bietet genau das, was viele andere Vertriebsmöglichkeiten nicht können.

Eier aus dem Automaten Bild
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Vorteile von Eierautomaten auf einen Blick

  • Kein Anwesenheit nötig: Auffüllen alle paar Tage, der Rest läuft von alleine
  • 24/7 geöffnet: Verkauft rund um die Uhr, auch nachts, am Wochenende oder spontan
  • Geringe Kosten: Schnell amortisiert, Miete oder Leasing möglich, niedrige Betriebskosten
  • Kein Diebstahl und Betrug: Sichere Bezahlung statt Vertrauenskasse
  • Automatische Abrechnung: Käufe und Einnahmen jederzeit transparent dokumentiert
  • Volle Marge: Direktvermarktung ohne Zwischenhändler und ein fairer Preis pro Ei
  • Regionalität als Verkaufsargument: Kunden sehen die Herkunft, zahlen gerne mehr und kommen wieder
  • Flexibler Aufstellort: Automat wetterfest und platzsparend, Eier sauber gelagert

Warum sich die marktbox gut für den Eierverkauf eignet

Die marktbox ist als Klappenautomat perfekt für den Eierverkauf geeignet. Sandra Kirchhoff schätzt sehr, dass sie in “verschiedenen Fachgrößen verschiedene Stückzahlen anbieten” kann. Aktuell sind das 10er-, 20er- und 30er-Packs. Aber auch 6er-Schachteln oder noch größere Packungen würden problemlos in die Fächer passen. Und nicht nur Eier! Sind gerade die Erdbeeren reif oder die Apfelernte lief gut, passen auch eine Schale Erdbeeren oder einige Kilo Äpfel in die Fächer der marktbox.

Ein weiterer riesiger Vorteil der marktbox speziell für Eier ist, dass der Kunde sie nach dem Kauf sicher aus dem Fach nimmt. Bei anderen Verkaufsautomaten-Typen fallen die Eier in einen Ausgabeschacht. Selbst wenn dieser gepolstert ist, bleibt immer ein Restrisiko, dass ein Ei kaputtgeht. Außerdem praktisch: Die Klappen sind deutlich weniger anfällig für Reparaturen oder Wartung als Verkaufsautomaten mit Liftsystemen. Viele Direktvermarktende schätzen außerdem, dass sie die Seitenwände der marktbox individuell gestalten lassen können. Das macht gleich einen ganz anderen Eindruck als ein anonymer und cleaner Automat und stärkt das Vertrauen in frische, regionale und hochwertige Lebensmittel.

Für Sandra Kirchhoff waren noch weitere Eigenschaften ausschlaggebend, dass sie sich letztendlich für die marktbox als Eierautomat entschieden hat:

  • “Die Kunden lieben es: Es ist leicht zu bedienen.”
    Am Display wählen die Kund*innen aus, welchen Eierkarton sie gerne hätten. Dann zahlen sie bargeldlos mit Karte und das entsprechende Fach öffnet sich. Die Eier können sicher entnommen werden.
  • “Die Eier sind gut sichtbar.”
    Wie groß sind die Eier? Sind sie womöglich dreckig? In einigen Eierautomaten sind die Eier so gelagert, dass sie von außen nicht sichtbar sind. Die Kund*innen schätzen es aber sehr, wenn sie durch die transparenten Scheiben einen Blick auf die Eier werfen können.
  • “gutes Display mit allen Daten des Produkts”
    Auf dem großen Display sieht der Kunde genau, was er auswählt. Sie können hier angeben, wie viele Eier in der Schachtel enthalten sind, von wann die Eier sind, wie groß sie ungefähr sind oder wie lange sie halten.

Aber was ist mit der Kühlung? Viele denken, dass sie für Eier einen Verkaufsautomaten mit Kühlung brauchen. Die haben aber einen riesigen Nachteil: Sie brauchen deutlich mehr Strom. Während die marktbox monatlich gerade mal um die 20 € Stromkosten verursacht, schlägt ein Verkaufsautomat mit Kühlung schnell mal mit circa 200 € pro Monat zu Buche. Für Sandra Kirchhoff war klar, dass die marktbox auch ohne Kühlung perfekt für ihren Eierverkauf geeignet ist.
Ihr Tipp dazu: “Eier sind nicht so empfindlich, wie man denkt, und werden auch im Supermarkt nicht gekühlt gelagert. Im Winter achten wir auf Frost und füllen dann bei Minustemperaturen ein paar Tage nicht. Im Sommer sorgen wir für Schatten. Wenn es zu heiß wird, setzen wir ein paar Tage aus.”

Eier aus dem Automaten Bild
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“Es lohnt sich auf jeden Fall. Hätten wir mehr Hühner, würden wir einen dritten Automaten aufstellen. Das ist in Planung für 2027.” (Sandra Kirchhoff)

Standorte für Eierautomaten

Sandra Kirchhoff sieht einen großen Vorteil in Eierautomaten im “schnellen Durchsatz”. Aber natürlich ist es kein Selbstläufer. Der Automaten-Standort entscheidet maßgeblich darüber mit, wie gut die Verkäufe laufen. Direkt am Hof funktioniert meist deshalb gut, weil die Leute hier sehen, wo`s herkommt. Familie Kirchhoff hat ihre Eierautomaten außerdem “an einer Durchgangsstraße neben dem Supermarkt und einen weiteren an einer Tankstelle”. Sie hat uns verraten, was ihrer Erfahrung nach einen gut gehenden Standort für den Eierautomaten ausmacht: “Viel Durchgangsverkehr, direkte Nähe zu einem anderen Geschäft, belebter Stadtteil, Schattenplatz”.

Lohnt sich der Eierverkauf mit Automaten?

Kaum zeitlicher Aufwand, Öffnungszeiten rund um die Uhr, diebstahlsicher und am Ende die volle Marge in der Tasche – die Vorteile von Eierautomaten klingen fast zu schön, um wahr zu sein. Klar ist: Am Ende muss es sich nicht nur in der Theorie gut anhören, sondern sich auch in den Zahlen niederschlagen. Deshalb haben wir einfach direkt bei Sandra Kirchhoff nachgefragt: Lohnen sich Verkaufsautomaten für den Verkauf von Eiern? Ihre Antwort ist eindeutig:
“Es lohnt sich auf jeden Fall. Hätten wir mehr Hühner, würden wir einen dritten Automaten aufstellen. Das ist in Planung für 2027.”

 

 

Häufige Fragen zu Eierautomaten

Lohnt sich ein Eierautomat wirklich?

Ja, ein Eierautomat lohnt sich in den meisten Fällen. Wer seine Eier bisher über den Handel verkauft oder auf das Prinzip Vertrauenskasse gesetzt hat, merkt schnell den Unterschied: Kein Zwischenhändler, kein Schwund, volle Marge.

Wie viel Zeit kostet ein Eierautomat pro Woche?

Deutlich weniger als gedacht. Die meisten Betreiber füllen ihren Automaten alle 2–3 Tage auf. Wer ihn auf dem täglichen Weg liegen hat, ist in rund 10 Minuten fertig. Abgesehen davon läuft der Verkauf vollautomatisch.

Brauche ich einen Automaten mit Kühlung?

Nein, in den meisten Fällen nicht. Auch im Supermarkt werden Eier ungekühlt gelagert. Ein Automat ohne Kühlung verursacht ca. 20 € Stromkosten im Monat, ein gekühltes Modell kann dagegen schnell 200 € kosten. Im Sommer reicht ein schattiger Aufstellort, im Winter pausiert man bei Minustemperaturen einfach für ein paar Tage.

Wo sollte ich meinen Eierautomaten aufstellen?

Der Standort ist entscheidend. Direkt am Hof funktioniert gut, weil Kunden sofort sehen, woher die Eier stammen. Gut laufen Automaten außerdem an Orten mit viel Durchgangsverkehr wie zum Beispiel neben einem Supermarkt, an einer Tankstelle oder in einem belebten Stadtteil. Wichtig: Möglichst im Schatten aufstellen.

Darf man privat Eier verkaufen?

Ja, eigene Eier dürfen grundsätzlich direkt verkauft werden (zum Beispiel ab Hof, an der Haustür oder über einen Automaten am Hof). Wichtig ist: Die Eier müssen sauber, unbeschädigt und korrekt gekennzeichnet sein; das Mindesthaltbarkeitsdatum beträgt maximal 28 Tage nach dem Legen. Beim Verkauf ab Hof ist in Deutschland häufig kein Erzeugercode auf dem Ei nötig, auf Wochenmärkten oder beim Verkauf an Wiederverkäufer gelten strengere Regeln. Ab 350 Legehennen oder bei bestimmten Vertriebswegen ist meist eine Registrierung bzw. ein Erzeugercode erforderlich. Deshalb gilt: Vor dem Verkauf am besten kurz beim zuständigen Veterinär- oder Lebensmittelüberwachungsamt nachfragen.

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Lukas Krebs – Gründer
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