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Laufende Kosten von Automaten

Laufende Kosten von Automaten Header-Bild
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Einen Verkaufsautomaten aufstellen: Der Kosten-Check

Ob Snacks und Getränke, frisches Obst und Gemüse, Backwaren oder sogar handgemachte Keramik – ein Verkaufsautomat kann fast alles an den Mann oder die Frau bringen. Aber bevor Sie von Null auf Hundert durchstarten: Lohnt sich das Ganze überhaupt? Dafür ist es entscheidend zu wissen, mit welchen laufenden Kosten Sie rechnen müssen. Nur wenn Sie das im Blick haben, können Sie einschätzen, welchen Umsatz – und am Ende welchen Gewinn – Sie erwarten dürfen.

Alle Betriebskosten im Überblick

Die Rechnung ist simpel: Ob sich ein Verkaufsautomat lohnt oder nicht, hängt maßgeblich von den Kosten ab. Und dazu zählen nicht nur die einmaligen Anschaffungskosten, sondern auch die laufenden Betriebskosten. Ein neuer Automat kostet in der Regel zwischen 5.000 und 20.000 €. Die Marktbox liegt mit 6.800 € eher am unteren Ende der Preisspanne. Mit dem Aufstellen allein ist es aber nicht getan: Jeder Automat verursacht auch monatliche Ausgaben. Keine Sorge – im Vergleich zu anderen Verkaufskanälen sind diese überschaubar. Mit welchen Betriebskosten müssen Sie also für Ihren Verkaufsautomaten rechnen? Nachfolgend bekommen Sie einen Überblick über sämtliche Kostenpunkte.

Stromkosten

Wie viel Strom ein Verkaufsautomat verbraucht, hängt stark vom Modell ab. Automaten mit Kühlung – zum Beispiel Getränkeautomaten – brauchen deutlich mehr Energie. Das gilt auch für Geräte mit vielen elektrischen Funktionen, etwa einem Ausgabelift bei Snackautomaten. Einfache Klappenautomaten kommen dagegen mit viel weniger Strom aus.

Verkaufsautomat mit Kühlung
z. B. für Grillfleisch, Wurst oder kalte Getränke
Marktbox
z. B. für Backwaren, Lebensmittel, Handarbeiten u. v. m.
  • Monatlicher Stromverbrauch: circa 500 kWh
  • Aktueller Strompreis: ~ 0,40 €
  • Monatliche Stromkosten: 200 €
  • Monatlicher Stromverbrauch: circa 55 kWh
  • Aktueller Strompreis: ~ 0,40 €
  • Monatliche Stromkosten: 22 €

Tipp: Um die Kosten später so gering wie möglich zu halten, prüfe vor dem Kauf den Stromverbrauch des Automaten.

Laufende Kosten von Automaten Bild
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Wartung

Je mehr Mechanik im Verkaufsautomaten steckt, desto anfälliger ist er für nötige Reparaturen. Gerade ein Münzwechsler oder ein Liftsystem sind Verschleißteile und müssen gegebenenfalls öfters gewartet werden. Manche Automaten-Händler*innen bieten dafür Serviceverträge an. Diese kosten monatlich rund 20 bis 50 €. Eine andere Möglichkeit ist es, Rücklagen für eventuell anfallende Reparaturen einzuplanen.

Füllprodukte

Wie hoch ist Ihr Wareneinsatz? Da die Produkte für Verkaufsautomaten unglaublich vielfältig sind, gibt es hierfür keinen Richtwert. Für zugekaufte Füllprodukte bieten sich beispielsweise Snacks, Getränke oder Secret Packs an. Produkte aus eigener Herstellung sind beispielsweise Brot & Gebäck, Obst & Gemüse, Honig oder Handarbeiten. Für alle Artikel gilt: Je höher die Marge, desto höher am Ende der Gewinn.

Versicherung

Egal ob Wasserschaden, Kurzschluss oder Vandalismus - eine Automatenversicherung (Link auf Blogartikel 18) kommt im Schadensfall für die entstandenen Kosten auf. Gerade an öffentlichen Plätzen ist eine Versicherung ratsam. Der monatliche Betrag richtet sich nach dem Automatenwert, dem Warenwert, dem Bargeld im Automaten und dem Standort und beginnt bei um die 20 €.

Standortmiete

Wenn Sie Ihren Verkaufsautomaten nicht auf dem eigenen Grundstück aufstellen, kann eine monatliche Miete für den Standort fällig werden. Erfahrungsgemäß beträgt diese zwischen 30 und 200 € pro Monat. Eine Alternative zur Standortmiete ist eine Gewinnbeteiligung. Hier werden meist Prozentsätze zwischen 5 und 20 % vereinbart.

Gebühren für Zahlungen

Bargeldloses Zahlen macht Ihren Verkaufsautomaten attraktiver für Kund*innen. Pro Zahlung per Kredit- oder EC-Karte oder mobile Systeme wie Apple Pay werden allerdings Transaktionsgebühren fällig. Durchschnittlich kann mit circa 1 % des Kaufpreises gerechnet werden. Manche Terminals bzw. Zahlungsanbieter verlangen zusätzlich eine monatliche Grundgebühr von 10 bis 20 €. Bei Barzahlungen fallen gegebenenfalls Gebühren für die Bankeinzahlungen an.

Arbeitszeit und Fahrtkosten

Egal ob Sie alle Aufgaben rund um Ihr Automaten-Business selbst übernehmen oder Personal beschäftigen: Das Befüllen, die Abrechnung oder die regelmäßige Reinigung kostet Zeit. Ist Ihr Automaten-Stellplatz nicht direkt vor Ort, fallen außerdem Fahrtkosten an.

Gebühren bei smarten Automaten

Bei digitalen Verkaufsautomaten kann in einer dazugehörigen App beispielsweise direkt auf den aktuellen Bestand oder Umsatz zugegriffen werden. Auch eine Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem ist möglich. Allerdings muss die Software in unregelmäßigen Abständen geuptdatet werden. Hierfür können Gebühren anfallen. Bei der Marktbox sind diese allerdings zentral gesteuert und inklusive. Lediglich die SIM-Karte schlägt mit 20 € monatlich zu Buche.

Marketing

Die gute alte Mund-zu-Mund-Propaganda ist effektiv und kostenlos. Auch ein Google-Unternehmensprofil oder Instagram-Auftritt ist kostenfrei. Um gerade zu Beginn den Verkaufsautomaten bekannt zu machen, sind Flyer, Plakate und Hinweisschilder nützlich. Dafür fallen Kosten für den Druck und gegebenenfalls die Erstellung an.

Buchhaltung

Für ein Geschäftskonto wird meist eine monatliche Grundgebühr von 5 bis 20 € fällig. Je nach Anbieter kommen dazu Kosten je Transaktion. Viele Unternehmer geben Ihre Buchhaltung bzw. zumindest den Jahresabschluss in die Hände eines Steuerbüros. Auch diese Kosten müssen einkalkuliert werden.

Miete statt Kauf?

Entscheiden Sie sich dafür, Ihren Verkaufsautomaten zu mieten, fallen monatliche Mietkosten an. Im Falle der Marktbox sind das 300 €. Im Vergleich zum Kauf sparen Sie sich so die höhere Anfangsinvestition zum Start.

Laufende Kosten von Automaten Bild
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Tipp: Wenn Sie den Verkaufsautomaten mieten, sparen Sie sich die Investition zu Beginn.

Schwarz auf weiß: So könnte eine Kalkulation aussehen

Sie sind Bäcker und möchten wissen, ob Ihr Verkaufsautomat auf dem Dorfplatz rentabel ist. Eine einfache Beispielrechnung könnte folgendermaßen aussehen.

 

Fixe Kosten pro Monat
Stellplatzmiete: 30 €
Strom: 22 €
Versicherung: 20 €
SIM-Karte: 20 €

Gesamt: 92 €


Variable Kosten pro Verkauf
Durchschnittlicher Warenkorb: 6 €
Wareneinsatz (ca. 33 %): 2 €
Kartenzahlung (1 %): 0,06 €

 

Gesamt: 2,06 € pro Warenkorb
→ Deckungsbeitrag 6 € -2,06 € = 3,94 €

 

Bei diesen Kosten sieht die Break-even-Rechnung folgendermaßen aus:

92 € geteilt durch 3,94 € = circa 24 Verkäufe pro Monat

 

Das bedeutet: Schon bei circa einem Kunden pro Tag arbeitet der Automat kostendeckend. Und bei circa 10 Kunden pro Tag beträgt der Gewinn bereits knapp über 1.000 €. Damit wäre Ihre Marktbox mit einem Einkaufspreis von 6.800 € bereits nach etwas über einem halben Jahr amortisiert.

Tipp: Finden Sie mit wenigen Klicks heraus, ob sich Ihr Verkaufsautomat trägt! Ergänzen Sie in der interaktiven Kalkulation Ihre individuellen Kosten für den Wareneinsatz, den durchschnittlichen Warenkorb und Co.

Geringe Betriebskosten - hoher Gewinn

Vor jeder Geschäftsidee steht die Frage: Rentiert sich's überhaupt? Die Auflistung zeigt, dass die Betriebskosten für einen Verkaufsautomaten vergleichsweise gering ausfallen. Es wird aber auch deutlich, dass es durchaus große Unterschiede gibt. Vorher Preise zu vergleichen zahlt sich also hinterher aus! Viele erfolgreiche marktbox-Geschichten haben gezeigt: Es lohnt sich, wenn

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Lukas Krebs
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