Nachgefragt: Welche Vorteile bietet ein Verkaufsautomat für Bäckereien?
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“Zuverlässiges und zeitlich flexibles Personal zu finden, wird immer schwieriger”.
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“Meine eigene Arbeitszeit als Betriebsinhaber wird dagegen immer mehr”.
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“Die Kosten für Personal und Rohstoffe werden immer teurer”.
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“Meine Kund*innen wollen zunehmend auch noch spätabends einkaufen”.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Das sind nur einige der Gründe, die schon zahlreiche Bäckereien dazu bewegt hat, einen Verkaufsautomaten aufzustellen. Wir haben bei unseren Marktbox-Betreiber*innen nachgehakt: Warum haben sie sich entschieden, einen Verkaufsautomaten aufzustellen? Welche Vorteile bietet ein Verkaufsautomat besonders für Bäckereien? Und lohnt sich`s am Ende wirklich?
Vor welchen Herausforderungen stehen Bäckereien heutzutage?
Konsumverhalten ändert sich. Das war schon immer so und zieht sich durch alle Branchen. Jedem Dorf seine Bäckerei - was früher noch selbstverständlich war, gilt heute nicht mehr. Immer mehr Leute kaufen ihr Brot im Supermarkt. Das ist nur eines der Probleme, vor denen Bäckereibetriebe stehen. Unsere befragten Marktbox-Betreiber berichten vor allem von folgenden großen Herausforderungen:
Personalmangel in Bäckereien
“Es ist schwierig, Mitarbeiter zu finden, die sonntags im Verkauf der Bäckerei arbeiten möchten”. (Bäckerei Backfreund)
Aber nicht nur sonntags - vielen Bäckereien fehlen zuverlässige und motivierte Mitarbeitende. Die Folge: Die Betriebsinhaber*innen sind mehr und mehr eingebunden. Und dadurch zunehmend überlastet.
Steigende Kosten
"Die hohen Energie- und Rohstoffkosten sind eine Herausforderung”. (Brot-Café Heyderich)
Das große Problem ist: Energie und Rohstoffe werden immer teurer - die gesteigerten Kosten können aber nur bedingt an die Kund*innen weitergegeben werden. Denn wenn das Brot plötzlich doppelt so teuer ist, reagiert die Kundschaft alles andere als begeistert. Auch die Mindestlohnerhöhung - wenn auch für Arbeitnehmer*innen richtig und wichtig - ist gerade für kleinere Bäckereibetriebe schwierig zu stemmen.
Veränderte Einkaufsgewohnheiten
“Kunden werden unflexibler und müssen dann einkaufen, wenn sie Zeit haben”. (Bio-Bäckerei Schmidt)
Der Einkauf muss irgendwie noch in den oft vollen Alltag integriert werden. Nach Feierabend noch ein frisches Brot oder ein leckeres Stück Kuchen? Oft hat die Bäckerei um die Ecke dann schon geschlossen. Hinzu kommt, dass vor allem meist jüngere Kund*innen lieber anonym und für sich - ganz ohne soziale Interaktion - im Supermarkt nach dem Brot greifen. Und so die Kommunikation an der Bäckertheke vermeiden.
Konkurrenz durch den Einzelhandel
“Auch die Konkurrenz durch den Lebensmitteleinzelhandel ist eine Herausforderung”. (Hofbäckerei Hömberg)
Günstig und einfach zu beschaffen - das ist es, was für viele Konsument*innen zählt. Die Supermärkte kommen diesen Wünschen nach: Mittlerweile gibt es in den meisten Märkten eine Backtheke mit Brot, Brötchen und Gebäck aller Art. Durch die meist industrielle Fertigung in großen Mengen können deutlich günstigere Preise aufgerufen werden. Deshalb wandert es bei vielen gleich mit in den Einkaufswagen. Auch nach dem Motto: Wenn man doch eh schon mal hier ist, kann man sich auch gleich das zusätzliche Anhalten beim Bäcker sparen.





