9 Maßnahmen, um größere Brötchen zu backen
Immer mehr Stadtviertel oder Dörfer verlieren ihre Bäckerei. Gerade auf dem Land wird die fehlende Nahversorgung ein echtes Problem. Viele Bäcker*innen sehen aber häufig keinen anderen Ausweg: Kein Nachfolger, steigende Kosten und damit weniger Gewinn, fehlendes Personal … So ist die Wirtschaftlichkeit des Betriebs oft einfach nicht mehr gegeben. Doch so weit muss es nicht kommen: Es gibt viele Stellschrauben, mit denen sich der Umsatz gezielt steigern lässt – ohne den Betrieb komplett umzukrempeln.
Was beeinflusst den Umsatz einer Bäckerei?
Der Umsatz einer Bäckerei pro Monat hängt vor allem von der Qualität der Produkte und der Vielfalt des Angebots ab. Die Kundschaft schätzt frische Backwaren aus echtem Handwerk im Vergleich zum fertigen Supermarkt-Brot. Der Umsatz pro Tag wiederum wird stark beeinflusst durch die Lage, Werktage vs. Wochenende oder gezielte Aktionen und Angebote.
Die folgenden Maßnahmen helfen, den Umsatz der Bäckerei pro Tag und pro Monat zu steigern.
Konkrete Maßnahmen zur Umsatzsteigerung in Bäckereien
1. Kundenbindung stärken: Stammkundschaft zahlt sich aus
Neue Kundinnen zu gewinnen, ist wichtig, aber Stammkund*innen sind Gold wert. Denn wer regelmäßig wiederkommt, sorgt für planbaren Umsatz. Kleine Maßnahmen können hier viel bewirken:
- Treuekarten oder Bonusprogramme
- freundlicher, persönlicher Service
- besondere Serviceangebote, wie die Möglichkeit, Brot oder Gebäck online vorzubestellen
Tipp: Vorbestellungen können mit einer Abholstation besonders bequem abgewickelt werden. Hierfür eignen sich digitale Verkaufsautomaten wie die marktbox.
2. Sortiment gezielt weiterentwickeln
Was ist eigentlich ein gutes Sortiment? Die Auswahl muss nicht riesig, sondern vielmehr durchdacht sein. Prüfen Sie deshalb regelmäßig, was gut läuft und was weniger. Saisonale Produkte wie Ostergebäck oder Weihnachtsklassiker tragen dazu bei, den Umsatz in den entsprechenden Monaten zu erhöhen, da Kund*innen gezielt diese Produkte suchen. Testen Sie auch, wie hoch die Nachfrage nach gesunden Alternativen, Vollkorn-Produkten oder veganen Backwaren ist. Möglicherweise gelingt es so, eine ganz neue zusätzliche Zielgruppe zu erschließen. Auch Angebote für Allergiker wie laktosefreies Gebäck oder glutenfreie Brote können neue Kund*innen anlocken. Besetzen Sie kleine Nischen oder bedienen aktuelle Trends, heben Sie sich von der Konkurrenz ab.
3. Den durchschnittlichen “Warenkorb” erhöhen
Viele Kund*innen kommen für „nur ein Brot“. Hier sind kleine, unaufdringliche Impulse wie „Darf es noch eine Brezel dazu sein?“ oft sehr wirkungsvoll. Auch attraktive Kombi-Angebote wie beispielsweise “Brot + Aufstrich” oder “Kaufe 4 - zahle 3” verführen dazu, mehr mitzunehmen als geplant. Weisen Sie mit Schildern an der Theke direkt auf solche Angebote hin. Diese kleinen Zusatzkäufe summieren sich über den Tag.





