Die gängigsten Netzbetreiber für Verkaufsautomaten
In Deutschland gibt es mehrere Netzbetreiber, die sich für bargeldlose Zahlungen an Verkaufsautomaten eignen. Die häufigsten sind: Verifone, TeleCash, Volksbank, BS-Payone (aus der Sparkassen-Gruppe) und Nayax. Die Anbieter unterscheiden sich teilweise erheblich in Sachen Kosten, Kartenakzeptanz und Serviceangeboten. Nayax ist der teuerste Anbieter, gefolgt von BS-Payone und der Volksbank. Verifone und Telecash bieten die attraktivsten Kostenmodelle. Was alle Anbieter gleichermaßen gewähren: hohe Sicherheitsstandards. Doch auch technisch ist es wichtig, sich näher mit den Netzbetreibern zu befassen. Eine wichtige Unterscheidung ist außerdem: Verifone und Nayax stellen auch direkt Terminals her und vertreiben diese kombiniert mit dem Payment-Service. TeleCash, BS Payone und VR Payment sind ausschließlich Netzbetreiber, haben aber häufig Partnerschaften mit Hardware-Herstellern.
Mögliche Netzbetreiber für Verkaufsautomaten im Überblick:
| Anbieter |
Service |
| TeleCash |
Payment-Service, vertreibt Terminals der Firma Fiserv |
| BS Payone |
Payment-Service der Sparkasse, bietet Terminal anderer Hersteller an |
| VR Payment |
Payment-Service der Volksbank |
| Verifone |
Terminal-Hersteller + Payment-Service |
| Nayax |
Terminal-Hersteller + Payment-Service |
Den richtigen Netzbetreiber wählen
Doch wie findet man unter diesen Anbietern den passenden Partner für den Verkaufsautomaten? Folgende drei Merkmale sind für die Entscheidung besonders wichtig:
Kostenstruktur
Die Preismodelle der verschiedenen Anbieter sind ganz unterschiedlich. Da diese immer wieder mal angepasst werden, empfehlen wir, zu prüfen, wie hoch die Preise aktuell sind.
Meist setzen sich die Kosten aus drei Bestandteilen zusammen:
- Monatlicher Fixbetrag (z. B. 5 € pro Monat)
- Fester Betrag je Transaktion (z. B. 0,12 € für Zahlung mit Girokarte, 0,15 € für die Zahlung mit Kreditkarte)
- Prozentsatz des Kaufbetrags (z. B. 1,65 %)
Akzeptanz vieler Zahlungsmethoden
Besonders wichtig ist, dass die Zahlung nicht nur mit Kreditkarte, sondern auch mit einer Girokarte möglich ist. Das ist nicht nur für die Kundschaft von Vorteil. Durch die meist geringeren Transaktionsgebühren minimieren Sie so Ihre Kosten. Achten Sie auch darauf, dass moderne Formen wie Mobile Pay angeboten werden. Denn die Zahlungsgewohnheiten ändern sich. Eine Anpassung daran ist wichtig für Ihre Servicequalität.
| Ein wichtiges Detail ist das sogenannte Fallback-System. Das sorgt dafür, dass auch beim kontaktlosen Bezahlen ohne PIN-Eingabe möglichst keine Zahlung abgelehnt wird. Normalerweise verlangt jede Girokarte nach einer gewissen Anzahl an Zahlungen wieder eine Sicherheitsabfrage – also die Eingabe der PIN. Ohne Fallback würde die Karte dann abgelehnt. Mit Fallback kann das Terminal stattdessen auf ein zweites Zahlungssystem der Karte (z. B. VPay oder Maestro) zurückgreifen. Die Folge: eine besonders hohe Akzeptanz beim kontaktlosen Bezahlen! |
Sicherheitsstandards
Kund*innen sind zu Recht skeptisch, wenn es um sensible Informationen wie Bankdaten geht. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Netzbetreiber nach gängigen Standards zertifiziert ist – zum Beispiel EMV (Schutz bei Kartenzahlungen mit Chip) oder PCI-DSS (Sicherheitsregeln der Kreditkartenbranche). Seriöse Anbieter sorgen außerdem regelmäßig für Updates und Sicherheitspatches, damit die Systeme geschützt bleiben. Wichtig ist auch der Datenschutz: Alle Daten sollten verschlüsselt übertragen werden, damit weder Kundendaten noch Umsätze in falsche Hände geraten.
Schritt für Schritt zum richtigen Netzbetreiber
Mit der folgenden Checkliste können Sie schrittweise prüfen, welcher Netzbetreiber am besten zu Ihrem Automaten-Geschäft passt.
- Welche Zahlungsmethoden sollen akzeptiert werden?
Wer sind meine Kunden – und wie zahlen sie am liebsten?
Brauche ich unbedingt Girocard (in Deutschland fast unverzichtbar)?
Soll auch Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay akzeptiert werden?
- Kosten im Blick behalten
Welche monatlichen Fixkosten fallen an?
Wie hoch sind die Transaktionsgebühren pro Zahlung?
Gibt es Mindestumsätze oder versteckte Zusatzkosten?
Tipp: Gerade an Hofautomaten oder Verkaufsautomaten von Bäckereien werden viele kleinere Einkäufe getätigt. Halten Sie deshalb die Transaktionskosten pro Zahlung möglichst gering.
- Vertragsbedingungen prüfen
Wie lange läuft der Vertrag (12, 24 oder mehr Monate)?
Wie schnell komme ich wieder raus, falls ich wechseln möchte?
Kann ich mehrere Automaten in einem Vertrag bündeln?
- Technik & Integration sicherstellen
Ist der Netzbetreiber mit meinem Automaten bzw. Kartenlesegerät kompatibel?
- Service & Support vergleichen
Gibt es eine Hotline, die auch bei Störungen schnell hilft?
Wie übersichtlich sind Abrechnungen und das Online-Portal?
- Auszahlung & Liquidität bedenken
Wann bekomme ich mein Geld: täglich, wöchentlich oder monatlich?
Ist mein Geschäftskonto bei der richtigen Bank oder gibt es Einschränkungen?
Tipp: Werden Transaktionen nicht direkt auf Ihr Konto überwiesen, sondern gebündelt, sparen Sie sich Gebühren!